Allgemein Ratgeber Verkabelung

Warum du ein CAT 7 Kabel im Smart Home verlegen solltest!

CAT 7 Kabel GG45 Stecker und Buchse

CAT 7 Kabel gibt es schon viele Jahre. Dennoch hat dieser Kabeltyp nur wenig Anklang gefunden, obwohl die Installation leichter ist als bekannt und die Vorteile der hohen Datenübertragung (10 Gbit/s) und der hohen Abhörsicherheit für das Kabel sprechen. Aber was genau ist ein Kategorie 7 Kabel und welche Unterschiede zu den alten Standardkabel gibt es?

CAT 7 Kabel – Was ist das genau?

Das CAT 7* Kabel ist ein so genanntes geschirmtes Twisted-Pair-Kabel. Als Twisted-Pair-Kabel bezeichnet man in der Telekommunikations-, Nachrichtenübertragungs- und Computertechnik Kabeltypen, bei denen die Adern paarweise miteinander verdrillt sind.

CAT 7 Kabel haben vier einzeln abgeschirmte Adernpaare innerhalb eines gemeinsamen Schirms. Das Kabel gilt als zukunftssicheres Verlegekabel und hat eine Bandbreite von 1000 Mhz. Ein CAT 7 Kabel erfüllt die Anforderungen der Norm IEEE 802.3an und ist damit für 10-Gigabit-Ethernet geeignet. In einem Smart Home können mit einem Netzwerkkabel zum Beispiel alle Sensoren (Temperaturfühler, Bewegungsmelder, Kontakte an Fenster und Türen etc.) verdrahtet werden.

Der Unterschied zwischen CAT 5, CAT 6 und CAT 7 Kabel

Netzwerkkabel werden heute in unterschiedlichen Kategorien angeboten. Diese Kategorien beschreiben dabei das jeweilige Leistungsvermögen der einzelnen Arten von Netzwerkkabeln sowie deren Übertragungsklassen. Höhere Kategorien decken automatisch die darunterliegenden Kategorien mit ab. Die Zusammenschaltung von z. B. einem CAT 7 Kabel* mit CAT 6 Anschlusskomponenten reduziert die gesamte Link-Klasse auf CAT 6.

CAT 5 Kabel

CAT 5 Kabel sind in den meisten Installationen zu finden. Sie eignen sich zur Signalübertragung bei hohen Datenübertragungsraten und sind für Betriebsfrequenzen von 100 MHz ausgelegt.

Durch die hohen Datenübertragungsraten und Betriebsfrequenzen muss die Montage und Verlegung besonders sorgfältig erfolgen. CAT 5 Netzwerkkabel* eignen sich für Fast- oder Gigabit-Ethernet.

Bandbreite Anwendung
100 MHz 100BASE-TX & 1000BASE-T Ethernet

CAT 6 Kabel

CAT 6 Kabel sind für höhere Betriebsfrequenzen von bis zu 250 MHz konzipiert. Besonders leistungsfähig sind Netzwerkkabel der Unterkategorie CAT 6a (Category 6 augmented), da sie sich für Betriebsfrequenzen von bis zu 500 MHz eignen.

Bei den Netzwerkkabeln dieser Kategorie sind die Übertragungsstrecken technisch jedoch auf ca. 100 m begrenzt. Hier gilt es die Nebensignale und das auftretende Rauschen technisch weitgehendst zu unterdrücken. CAT 6a Netzwerkkabel sind für 10-Gigabit-Ethernet geeignet.

Bandbreite Anwendung
max. 500 MHz 100BASE-TX & 1000BASE-T Ethernet

CAT 7 Kabel

CAT 7 Kabel zählen zum globalen Standard. Sie werden auch als “Klasse F” bezeichnet und ermöglichen Betriebsfrequenzen von 600 MHz. In der Unterkategorie CAT 7a  sind Frequenzen von bis  zu 1.000 MHz möglich.

Sämtliche CAT 7* Kabel besitzen, wie oben beschrieben, jeweils 4 separat abgeschirmte Adernpaare innerhalb eines gemeinsamen Schirms. Sie erfüllen vollständig die Anforderungen nach Norm IEEE 802.3an und sind daher für 10-Gigabit-Ethernet absolut geeignet.

Für CAT 7* Kabel sind heute weltweit 2 unterschiedliche Steckertypen genormt und verfügbar: Der Typ Nexans GG45 sowie der  Typ Siemon TERA. Den Standard bilden jedoch hier die RJ-45-Stecker die in Bezug auf alle Netzwerkkabel-Kategorien komplett abwärtskompatibel sind.

CAT 7 Kabel - Tera Stecker GG-45

Tera Stecker GG-45

Einer Vorteil des Kategorie 7 Kabels im Vergleich zu den älteren Standards wie CAT5 oder CAT6 ist allerdings die Abschirmung, die für eine geringere Störanfälligkeit und Geräuschreduktion sorgt. Obwohl das CAT 7 Kabel etwas teurer ist, ist es das langlebigste Kabel und zukunftssicherste Kabel.

Bandbreite Anwendung
max. 1000 MHz Telefon, CCTV, 1000BASE-TX über dasselbe Kabel, 10GBASE-T Ethernet.

Vor- und Nachteile des CAT 7 Kabels

Vorteile:

  • Zukunfssicher (neuste Kabelstandard)
  • Verdrahtung aller Sensoren in einem Smart Home
  • Bandbreite von bis zu 1000 MHz
  • Größerer Kupferquerschnitt (geringerer Spannungsabfall)
  • Drähte lassen sich dadurch besser klemmen
  • Doppelte Abschirmung der Kabel
  • Geringere Störanfälligkeit und Rauschen
  • CAT 7* Kabel benötigen bei der Verlegung weniger Platz (können durch die bessere Abschirmung auch in Kabelbündel gelegt werden)

 Nachteile:

  • Es werden neue Steckertypen benötigt (GG-45)
  • Gängige RJ-45 Endgeräte benötigen einen Adapter (außer GG-45 Stecker)
  • Durch die Nutzung von CAT 7 Kabel mit den herkömmlichen CAT 6  Netzwerkdosen, verringert sich die Kategorie des Gesamtsystems ebenfalls auf CAT 6

Zukunftssicherheit mit einem CAT 7 Kabel

Der Hauptgrund für den neuesten Kabelstandard für Highspeed-Ethernetbasierte Netzwerke besteht in der Nutzung von immer mehr Multimedia Anwendungen. Das CAT 7* Kabel bietet eine Bandbreite von 1000 MHz, um mit einer einzigen strukturierten Verkabelungs-Infrastruktur alle Anwendungen abdecken zu können – von analogen Sprachsignalen mit 2,4 kHz bis zum hochauflösenden Kabelfernsehen. Grade die Kabelfernseh-Standards verlangen Bandbreiten von 765 MHz (Japan) bis 862 MHz (Europa). Somit erfüllt das 1000MHz CAT 7 Kabel diese Anforderung und hat noch Reserve nach oben.

Bei der Installation im Haus nutzt man aktuell noch CAT 6 bzw. CAT 6a Netzwerkdosen*, da es noch keine genormten CAT 7 Dosen gibt. Das beschränkt zwar den Datendurchsatz, allerdings ist es für ein 10-Gigabit-Ethernet Netzt noch lange ausreichend. Ein Austausch der Dosen ist später jederzeit ohne Probleme möglich.

CAT 8 Kabel im kommen?

Die neueste Spezifikation (Stand Ende 2016) ist CAT 8. Die Bandbreite beträgt hier ca. 1600…2000 MHz. Allerdings ist das bewährte CAT  7 Kabel für das SmartHome bzw. für den allgemeinen Haushalt lange ausreichend. Natürlich kann man auch gleich das neuste nehmen, allerdings gibt es hier noch keine vernünftigen Endverbraucher / Stecker und zudem sind diese Kabel im allgemeinen noch sehr teuer.

Fazit

Für Bauherren, die auf ein zukunftsicheres Netzwerk im Smart Home Wert legen, empfiehlt sich hier ganz klar ein CAT 7 Kabel. Die Vorteile liegen trotz der etwas erhöhten Kosten von Rund € 0,7/m klar auf der Hand. In einem durchschnittlichen Haus werden ca. 700 Meter Netzwerkkabel verlegt wobei also die Investitionskosten im Vergleich zu den Kosten des Neubaus unbedeutend sind. Dafür hat man aber die nächsten Jahrzehnte ausgesorgt und ist auch für die neusten Multimediaanwendungen bestens gerüstet.

Ich habe in meiner Wohnung ebenfalls ein CAT 7 (duplex*) Kabel verlegt und an einer CAT 6 Netzwerkdose angeschlossen. Dadurch hab ich zwar im System „nur“ CAT 6, muss aber in Zukunft wenn es die Anwendung benötigt, einfach nur die Netzwerkdose tauschen.

Für das Anschließen der Kabel benötigt ihr auch eine vernünftige Zange. Hier kann ich euch die Crimpzange bzw. das Anlegewerkzeug von CSL* empfehlen.

Mein Tipp: Spart hier nicht am Kabel! Wer weiß schon, wie viel Datenmengen in ein paar Jahren über unser Netzwerk übertragen werden? Es macht also Sinn, das neue Zuhause zukunftsorientiert zu planen.

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Nutzt ihr ebenfalls CAT 7 Kabel in eurem Haus oder bleibt ihr bei dem guten alten CAT 5 oder CAT 6 Kabel?

Lesenswerte Artikel:

Wie schließt man eine Netzwerkdose an? Hier ein kleines Video für euch:

9 Kommentare

  • Netgear hat mittlerweile 10 Gbit Switches im Angebot, die normale Stecker voraussetzen.

    Außerdem noch ein Argument für CAT 7 ist der höhere Querschnitt in Bezug auf PoE. Umso dicker, umso leichter erfüllt man neue PoE Standards und kann damit mehr Strom übertragen. Ich bin jedenfalls sicher, dass wir noch viel mehr PoE Verbraucher haben werden.

  • Cat5e geht bis 1Gbit, was soll da noch in Zukunft „Cat7“ oder auch Cat6 benötigen?
    Ich habe Zweifewl bezüglich der „Zukunftssicherheit“.
    Wird es im Heimnetzwerk mit „Netzwerkkabel“ (Twisted Pair) überhaupt noch mehr als „1Gbit“ geben?!?

    Es gibt ja schon Glasfasertechnik fürs Heimnetzwerk…
    Mehr als 1Gbit über Cat-Kabel sah ich noch kein Produkt
    Und ich meine nicht die Empfänger bei „Fiber to the Home“-Anschlüssen, sondern das Heimnetzwerk selbst. Zwischen Computern und Router.

    Und Glasfaser bietet noch mehr Vorteile.
    Keine Störeinflüsse, viel dünner, man könnte es auch gleich in ein vorhandes Stromkabel-Rohr einziehen…
    Keine Störungen durch 230V/50hz, kein Kurzschlussrisiko wenn man reinbohrt (weshalb man laut Vde keine Datenleitung zusammen mit Stromkabeln legen soll oder „darf“)…
    Auch HDMI und Sat-Leitung sollte man durch Glasfaser ersetzen.
    Am besten alles als IP-Standard. „Sat-IP“ ist da ja schon ein Anfang.
    Und in HDMI gibt es auch „Netzwerk“-Funktionalität, also könnte man auch gleich komplett auf IP setzen. So dass man z.B. auch einen Satreceiver statt per HDMI an den TV, an einen Router anschließen kann.
    Und den TV ans Netzwerk. Wo moderne Smart-TV eh schon dran hängen.
    Das wäre schon mit RJ45 über 4×2 Kupfer nützlich, aber auch mit Glasfaser.
    Gerade wegen der Störeinflüsse, geringem Durchmesser….
    Nur ein 32er-Loch, evtl. sogar 20er-Loch vom Keller aus Bohren, die Wand aufstemmen schlitzen auch viel weniger…
    HDMI 2.0 hat bis zu 18Mbit.
    Das ist vergleichen mit Netzwerkkabel ja lächerlich. Da kann 100Mbit-Netzwerk ja das X-Fache.

    Warum sollte man da noch bei mehr als 1Gbit auf Kupfer setzen?
    Und wie erwähnt, Kupfertechnik kaufen kann ich auch nicht über 1Gbit, aber Glasfaser…

    Ich weiß jetzt nicht, was Cat7 oder Cat6 mindestens kostet, aber bei Cat5e kosten 100m nur €13,25… Portofrei…

    Evtl. lohnt es sich ja nicht mal Cat7 zu verlegen, auch wenn sicher wäre „ab 2020…“, denn die Kabel wurden und werden ja auch billiger.
    Und wenn man z.B. EN32-Flexrohr (Ich glaube 27mm innen) verlegt, wechselt man auch schnell mal das Kabel aus.
    Man braucht für Cat7 dann eh Cat7-Dosen.
    Die braucht man bis zu einer echten Cat7-Ausnutzung (also mehr als 1Gibt) ja auch nicht.
    Aber ich vermute, die kosteten bei Erscheinen bzw. heute noch ein Vielfaches.

    Und was das Erden der Isolierung angeht (ist bei Cat7 ja angeblich „Pflicht“), kann man nicht auch einfach bei Cat5e die Isolierung an die Erdung anschließen? Oder braucht Cat7 etwa eine eigene Datenleitungs-Erdung, die man extra verlegen muss? Sonst könnte man es ja bei der nächsten Steckdose mit anklemmen.
    Ansonsten kann man evtl. ja auch noch mit „Alufolie“ die UP-Dosen auskleiden, und auch die evtl. noch erden. Wäre doch eine Geschäftsidee (wenn es kein Voodoo wäre), einschübe für die Standard-65-mm-Unterputz-Plastikdosen. In 40mm Tiefe und 60mm Tiefe.
    Ansonsten einfach Alufolie „reinstopfen“ (ist ja keine Steckdosen-Dose, wo das evtl. ein theoretisches Kurzschlussrisiko etc. bedeuten könnte).
    Cat5e-Dosen haben hinten noch einen „Überbau“ aus Metall, und nur rechts und links eine Öffnung für je zwei Kabel. Zumindest die ich hier habe. Man kann also von rechts oder links zwei reinnehmen. Oder natürlich auch jeweils eins.
    Der Gedanke, wenn die kleine Öffnung was ausmacht, kann man vor den einsetzen der Anschlussdose diese kleinen verbleibenden „Spalten“ mit Aluklebeband zumachen.
    Oder einfach etwas geknüllte Alufolie „reinstopfen“.

    Interessant wäre noch, ob man für Überwachungskameras über sogenannte „Balun“ auf zwei Adern gelegt mehr als Cat5e benötigt. Desweiteren evtl. noch 12V und das Signal eines mit 12V gespeisten Mikrofon über das gleiche Kabel. Wären zusammen 6 Adern bzw. 3 Paare.
    Da könnte man an einem Ort theoretisch noch eine weitere Kamera anschließen.
    Strom können sie sich ja teilen.

  • @Tobias Claren
    Du scheinst nicht zu wissen, dass es bereits lange 10 Gbit über Kupfer gibt. Der Autor des Blogs scheint es auch nicht zu wissen, weil er von GG45 spricht, während 10 Gbit mit RJ45 läuft.

    Ich möchte mal die Angaben im Artikel ein wenig kommentieren:

    >Zukunftssicher (neuster Kabelstandard)
    >Bandbreite von bis zu 1000 MHz
    >Doppelte Abschirmung der Kabel
    >Geringere Störanfälligkeit und Rauschen
    Da CAT6 ebenfalls 10 Gbit bis ca. 50m beherrscht, erscheint mir CAT7 keinesfalls „zukunftssicherer“ zu sein als CAT6. Die höhere Abschirmung bringt dazu überhaupt nichts. In einem Haus sind die längsten Strecken vermutlich 20m. Da gibt es so gut wie keine Möglichkeit besonders hohe Störeinflüsse zu produzieren.

    >Verdrahtung aller Sensoren in einem Smart Home
    Jeder CAT-Standard genügt dafür.

    >Größerer Kupferquerschnitt (geringerer Spannungsabfall)
    Das ist ein böser Irrglaube. Der CAT-Standard hat nichts mit dem Querschnitt zu tun. Der Querschnitt ergibt sich aus der AWG-Angabe. Umso kleiner die Zahl, umso dicker der Querschnitt. Musste ich selbst in meinem Neubau schmerzlich erfahren, wo ich doch eigentlich dachte mit meiner Bestellung von CAT7 auf der sicheren Seite zu sein und die Handwerker mir AWG26 aufs Auge gedrückt haben:
    https://www.maxrev.de/cat7-im-haus-besteht-nur-aus-patch-kabel-t361000.htm
    „Acolan SF-S 1000 Eco 4P 26AWG … CAT 7 Short Length“

    >Drähte lassen sich dadurch besser klemmen
    >CAT 7* Kabel benötigen bei der Verlegung weniger Platz
    Normalerweise hat CAT5e AWG24 und CAT7 AWG23. Beim Anklemmen an die Dose gibt es keinen Unterschied. Im Gegenteil. AWG23 bekommt man nicht mehr in einen normalen Netzwerkstecker und daher ist AWG23 komplizierter und nicht einfacher. Es bedarf z.B. so teure Stecker wie den von Telegärtner. Außerdem ist CAT7 Kabel unflexibler als CAT5e und daher schwerer zu verlegen und „Bündel“ gibt es im Haus vielleicht die letzten 2m Richtung Netzwerkschrank und das reicht nicht für großartige Störungen.

    > Es werden neue Steckertypen benötigt (GG-45)
    > Endgeräte benötigen einen Adapter
    > CAT 7 Kabel mit herkömmlichen CAT 6 dosen, verringert auf CAT 6
    Das ist streng nach CAT7 Standard richtig, weil sonst die 1000 Mhz nicht durchgehend gewährleistet wären, aber im realen Leben völliger Unsinn. GG45 ist tot und bleibt tot. Siehe bereits bestehende 10 Gbit Netzwerk-Karten oder Switches wie den Netgear XS708E. Und ja bis 100m. Überhaupt kein Problem.

    Was hier außerdem nicht genannt wurde und was für Glasfaser gleichermaßen gilt ist der Stromverbrauch. 10 Gbit verbraucht deutlich mehr Strom. Glasfaser sowieso. Daher wird sich das im privaten Haushalt länger nicht verbreiten.

    Nach der Argumentation reicht demnach CAT6. Allerdings würde ich auch zu CAT7 raten, aber aus anderen Gründen. Erstmal sollte man grundsätzlich viele Netzwerkkabel verlegen, da man die auch verfremdet nutzen kann. Also z.B. als einfache Lautsprecherkabel, für die Haussteuerung, Übertragung von Videosignalen (HDMI Extender etc.) oder als reines SAT-Kabel (kein IP-SAT):
    https://www.maxrev.de/cat7-zusammen-loeten-und-als-koaxialkabel-nutzen-t356295.htm#4371768
    „Nun der Test. Ca. 20m CAT7 vs. 5m SAT Kabel. Leichte Signaldämpfung, aber die Qualität ist 100% also läuft problemlos.“

    Ich glaube außerdem, dass man mit AWG23 aufwärts und 1000 Mhz aufwärts irgendwann den Stromverbrauch durch Senkung der Sendeleistung reduzieren könnte. Auch braucht man mindestens AWG23 für PoE+++ oder wie der neue Standard dann auch heißen wird. Und genau hier sehe ich die Zukunft. Nicht in Bandbreiten, sondern in der Stromversorgung der Endgeräte. D.h. in Zukunft schließt man den Fernseher nur noch per LAN an und braucht kein Stromkabel mehr. SAT over IP, Strom usw. sind dann alles vorhanden. Außerdem sinkt dadurch der Stromverbrauch insgesamt, weil die Endgeräte keine beständige WLAN-Verbindung aufrecht halten müssen. Wer jetzt noch an Photovoltaik denkt, wird noch mehr davon überzeugt sein. Denn PoE nutzt Gleichspannung. Ein verlustbehafteter Wandler auf Wechselspannung fällt demnach weg. Ich stelle mir daher vor, dass ich in Zukunft eine überdimensionierte USV im Keller stehen habe, die per PV geladen wird und die alle PoE Endgeräte im Haushalt versorgt.

    • Ich finde diese Diskussion etwas lächerlich. Ein Cat5e Kabel kostet fast gleichviel wie ein Cat7 Kabel. Wenn man diese Kabel selber durchzieht, kann man dieses Argument am Rande noch erwähnen. Der Arbeitsaufwand ist wesentlich höher als der Materialwert der Installation. Entsprechend gibt es keinen Grund, nicht auf Cat7 zu gehen.

      Obige Information ist veraltet.
      Wenn man wirklich on top sein möchte, dann kann man gleich Cat8.2 verlegen (8.2 ist noch kein gültiger allgemeiner Standard). Dann sprechen wir nicht von 100 Mhz oder 500 Mhz; der Benchmark ist bei 2Ghz. http://www.bks.ch/index.php?page_id=15&prokatid=175. Die dazu passenden MMCpro 4P Buchsen gibt es schon seit beinahe 10 Jahren auf dem Markt. – Nur weil der Durchschnittselektriker diese Technik nicht kennt, muss dies ja nicht auch existieren.

      GG45
      Viele Cat6a Buchsen benötigen zwingend AWD26. Dummerweise haben gerade die superflexiblen Kabel, welche man unter die Fussleisten montieren kann aber AWD27 mit Litzen. Das geniale an den GG45 Buchsen ist, dass diese AWD27 Kabel auch verwenden können. Es ist mir klar, dass man höchstens vorsichtig sein sollte mit dem Biegeradius. – Ich habe zu Hause viele Kabel unter die Fussleisten verlegt. Ich habe keinerlei Probleme mit 1Gb/s. Kann sein, dass ich dann vielleicht einmal ein Problem bekomme. Ich habe aber trotzdem lieber ein falsch verlegtes Kabel als nur WiFi Betrieb.

  • @ Marc Gutt

    OK, keine Ahnung wie Ich damals auf 1Gbit kam.
    Natürlich gibt es Kupfer bis 10Gbit (theoretisch wohl 40Gbit, aber auch 100Gbit über Cat.7), und über normale RJ45-Stecker.
    Aber die Frage ist die Gleiche.
    Bis 30m reicht laut Netgear auch Cat.5E:
    https://www.netgear-10gigabit-switch.de/vorteile-10gbe-base
    Und hier im Haus käme ich im Extrem auf evtl. 20m, lege Ich die Zentrale im Keller statt im Heizkeller am Telefonpunkt, vom Waschkeller in der Mitte des Hauses, evtl. max. 13m.
    => https://tobias-claren.lima-city.de/Diverses/Unser%20Flachdach-Bungalow%20Typ%20F115.pdf

    Aber lohnt es sich für diese theoretischen 40Gbit oder 100Gbit auf Cat.7 zu setzen…?
    Wenn die überhaupt jemals in Privathaushalte kommen, und nicht eher ein Glasfaser-Standard.

    Netgear schreibt „30m-45m“, daher sollten 30m doch eigentlich immer mit vollen 10Gbit funktionieren.
    Cat.6 ist dann bis 55m spezifiziert. Auch kein großer Unterschied, zumahl Ich keinen großen Unterschied von Cat.5E zu Cat6 sehe.
    Z.B. das vorhandene „ECOLAN HIGHSPEED 300 Mhz LAN CABLE CAt.5E S/FTP 4x2xAWG24/1 FRNC“.
    Wenn Ich auf Geizhals Cat.6 öffne, steht da „250Mhz“. Offiziell scheinbar genau diese 250Mhz. Cat.5E aber 100Mhz. Und auf dem vorhandenen Kabel steht 300Mhz.
    Das hat zwar AWG24/1, und das Cat.6 AWG26 bzw. AWG27, aber macht das einen Unterschied? Ich finde Angaben dass die Datenrate von den Mhz abhängt.
    Und dann muss das Cat.5E mit 300Mhz doch schneller bzw. genau so gut wie das Cat.6 mit 250Mhz sein. Das Cat.5E hat auch noch die Bezeichnung S/FTP, die gibt es angeblich nicht mehr, ist heute SF/UTP?

    Evtl. brächte es etwas, wenn man hunderte Meter 10Gbit verlegen will.
    Je nach Länge könnte Cat.7, aber auch Cat.8 die volle Geschwindigkeit sicherstellen.

    Das hier vorhandene Doppelt geschirmte (Geflecht und Folie, keine Aderschirmung) Cat.5E ist zwar immer noch unberührt, aber wenn die „30-45m“ stimmen, warum Neues kaufen? 30m als Untergrenze für sichere 10Gbit.
    Allerdings kostet Cat.5E aktuell einen Euro mehr pro 100m wie Cat.6. Evtl. könnte Ich das Cat.5E sogar noch dafür verkaufen.
    Und bisher las Ich dass die Datenrate von der angegebenen Frequenz abhängt. Demnach müsste doch das Cat.5E-AWG24-300Mhz-Kabel besser sein als das Cat.6-AWG26/27-250Mhz-Kabel (?).

    Man sollte Sat nicht über Koax verteilen? Nur noch über Cat.X? Naja, Koax 120dB 4-Fach geschirmt mit 8mm kostet aktuell €24,10 bzw. mit Porto €29,08 für 100m.
    Ich könnte theoretisch vorhandenes 120/4x und sogar 130/4x (mit klebrigem „Gel“) also noch für etwa €30 anbieten und evtl. loswerden.
    Sollte Ich das Koax-Kabel jetzt nicht verlegen? Das mit dem Cat-Kabel erscheint mir nicht gerade „offiziell“. Ich finde dazu auch keine Informationen außer das verlinkte, und evtl. mal teure kurze Adapterkabel auf Amazon.
    38 Dollar, und ein paar miese Bewertungen.
    Dass das Koax Ich glaube 7mm bzw. 8,2mm hat und nicht so flexibel ist, muss doch einen Grund haben.
    Auch der Schaum-Isolator hat mit seiner Dicke, seinem Abstand bei Koax-Kabel wohl einen Sinn.
    Sat-Signale haben nach dem LNB 950-2200Mhz. Wenn die Mhz-Zahlen der Cat.X-Kabel diesen entsprechen, ist es dann nicht ein Problem 950Mhz-2200Mhz über Netzwerkkabel zu leiten, die auch bei Cat.7 nur 1000Mhz haben?
    Es würde mich schon reizen nur einen Typ Kabel zu verlegen, aber das ist etwas unsicher. In diesen Lösungen sind wohl auch „Balune“, also nicht einfach 1:1 verbunden.
    Wie würde das „Cheap and Dirty“ ablaufen. Die 8 TP-Adern zu einer verbinden? Passt das überhaupt in die Sat-Dosen? Und die Abschirmung dann wie beim Koax als zweiten Pol (da fließen ja auch Steuerströme 13V/18V)?

    Und für die Lautsprecherverkabelung sehe ich auch wenig Sinn, die gehen ja vom Surroundreceiver im Wohnzimmer zu den 5.1 oder 7.1 oder 5.1.2, 5.1.4, 7.1.2…
    Und „einfache“ Lautsprecherkabel“ klingt eher nach Gegensprechanlage, als nach xx Watt-Lautsprecher vom Surroundsystem.
    Und will Ich vorhandene Lautsprecherkabel (die ja auch nicht teuer sind, besonders gebraucht) überhaupt mit LAN zusammen verlegen?
    Da fließen ja starke wechselnde Ströme. Und die Kabel haben eh einen ganz andere örtlichen Verlauf. Ohne Not gäbe es keinen Grund.

    Was Cat.7 angeht, fand Ich Äußerungen in Foren nach denen es neue Stecker braucht, kein RJ45.
    Dass man mit RJ45 das System auf Cat.6-Niveau bringt.

    Ist der Stromverbrauch von 10Gbit wirklich höher als der von 1GBit?
    Wenn die Datenübertragung schneller beendet ist, läuft es ja auch weniger lang auf voller Geschwindigkeit.
    Danach mal ab und zu Daten im „Standby“.
    Dazu kommen Techniken wie Anpassung der Stromstärke an die Leitungslänge, und Abschaltung ungenutzter Ports.

    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    @ Martin

    Es ist 2019, und ungeschirmtes Cat.5E kostet €35 portofrei für 300 Meter, und €12,87 bzw. inkl. Porto €15,89 für 100m.
    100m doppelt geschirmtes Cat.5E kosten €23,43, bzw. mit Porto ab €25,99.
    100m Cat7 doppelt geschirmt kosten €33.

    Und Cat.6 ungeschirmt von „LogiLink“ für €5/100m (plus 4 Euro Porto).
    => https://www.amazon.de/dp/B00B1S5JPG?linkCode=xm2&camp=2025&creative=165953&smid=A2JLFBPEAADIBG&creativeASIN=B00B1S5JPG&amp
    Der Rest der Angebote des gleichen Kabel ab €17 inkl. Versand.

    Also, Ich habe hier noch die 300m, 100ft „ECOLAN HIGHSPEED 300 Mhz LAN CABLE CAt.5E S/FTP 4x2xAWG24/1 FRNC“.
    Heute angeblich „SF/UTP“ genannt. Aber das ist ja dennoch kein „UTP“. Und fette Fahrstuhlmotoren etc. gibt es auf dem Weg auch keine.
    An die Decke kommt evtl. mal eine Deckenlampe, aber da kann man ja auf Leuchtstoff verzichten, und z.B. LED wählen.
    Und falls Ich Rohr bzw. Flexrohr einsetze, könnte man das ja noch billig mit Alufolie überziehen 😉 .
    Soll Ich jetzt noch wechseln, auf doppelt geschirmtes Cat.6 oder Cat.7, lohnt das in irgendeiner Weise?

    Hier mal eine Liste die Ich mit Geizhals gemacht habe:
    Cat.5E, ungeschirmt, 100m: €12,87 (früher mal €10,48)
    Cat.5E, ungeschirmt, 300m: €35,79 (früher mal €30,19)
    Cat.5E, 2x geschirmt, 100m: €23,43 (früher mal €18,78)
    Cat.6, ungeschirmt, 100m: €4,99/€13,52
    Cat.6, 2x geschirmt, 100m: €22,89 (früher mal €17,42)
    Cat.7, 2x geschirmt, 100m: €32,95 (früher mal €26,69)
    Cat.7a, 2x geschirmt, 100m: gibt es nicht (Geizhals)
    Cat.7a, 2x geschirmt: 1000m: €666 / 500m: €415 / 50m: €50
    Dass eine Seite wie Geizhals da nichts Anderes für Cat.7s listet sagt mir dass das immer noch sehr exotisch ist.
    Und die Längen sind extrem. Keine 100m, aber 1000m…

    Was man sagen kann, auf 100m ist das aktuell bei Geizhals gelistete Cat.6 billiger als Cat.5E (die ungeschirmten 300m nicht damit verglichen).
    Hier kommt mir nochmal der Gedanke, ist Cat.5E nicht von den Werten identisch mit Cat.6?
    Das Cat.6 hat AWG26, aber auch das angebotene Cat.5E hat AWG26. Auch da kein Unterschied. Aber das vorhandene Cat.5E hat AWG24/1.
    Und Ich finde immer wieder die Angabe von „250Mhz“ für Cat.6, und 100Mhz für Cat.5E. Praktisch sehe Ich bei Geizhals für die Cat.6 Angaben von „250Mhz“.
    Das vorhandene Cat.5E hat auf Karton und Kabel „300Mhz“ stehen.
    Der einzige Unterschied ist also AWG 24/1 zu AWG26 oder AWG27 (je nach Händler des theoretisch gleichen Produkt bei Geizhals).

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