Allgemein Ratgeber Verkabelung

Warum du ein CAT 7 Kabel im Smart Home verlegen solltest!

CAT 7 Kabel GG45 Stecker und Buchse

CAT 7 Kabel gibt es schon viele Jahre. Dennoch hat dieser Kabeltyp nur wenig Anklang gefunden, obwohl die Installation leichter ist als bekannt und die Vorteile der hohen Datenübertragung (10 Gbit/s) und der hohen Abhörsicherheit für das Kabel sprechen. Aber was genau ist ein Kategorie 7 Kabel und welche Unterschiede zu den alten Standardkabel gibt es?

CAT 7 Kabel – Was ist das genau?

Das CAT 7* Kabel ist ein so genanntes geschirmtes Twisted-Pair-Kabel. Als Twisted-Pair-Kabel bezeichnet man in der Telekommunikations-, Nachrichtenübertragungs- und Computertechnik Kabeltypen, bei denen die Adern paarweise miteinander verdrillt sind.

CAT 7 Kabel haben vier einzeln abgeschirmte Adernpaare innerhalb eines gemeinsamen Schirms. Ein CAT 7 Kabel erfüllt die Anforderungen der Norm IEEE 802.3an und ist damit für 10-Gigabit-Ethernet geeignet. Es entspricht dem neuesten Kabelstandard für Highspeed-Ethernetbasierte Netzwerke.

In einem Smart Home können mit einem Netzwerkkabel alle Sensoren (Temperaturfühler, Bewegungsmelder, Kontakte an Fenster und Türen etc.) verdrahtet werden.

Der Unterschied zwischen CAT 5, CAT 6 und CAT 7 Kabel

Netzwerkkabel werden heute in unterschiedlichen Kategorien angeboten. Diese Kategorien beschreiben dabei das jeweilige Leistungsvermögen der einzelnen Arten von Netzwerkkabeln sowie deren Übertragungsklassen. Höhere Kategorien decken automatisch die darunterliegenden Kategorien mit ab. Die Zusammenschaltung von z. B. einem CAT 7 Kabel* mit CAT 6 Anschlusskomponenten reduziert die gesamte Link-Klasse auf CAT 6.

CAT 5 Kabel

CAT 5 Kabel sind in den meisten Installationen zu finden. Sie eignen sich zur Signalübertragung bei hohen Datenübertragungsraten und sind für Betriebsfrequenzen von 100 MHz ausgelegt.

Durch die hohen Datenübertragungsraten und Betriebsfrequenzen muss die Montage und Verlegung besonders sorgfältig erfolgen. CAT 5 Netzwerkkabel* eignen sich für Fast- oder Gigabit-Ethernet.

Bandbreite Anwendung
100 MHz 100BASE-TX & 1000BASE-T Ethernet

CAT 6 Kabel

CAT 6 Kabel sind für höhere Betriebsfrequenzen von bis zu 250 MHz konzipiert. Besonders leistungsfähig sind Netzwerkkabel der Unterkategorie CAT 6a (Category 6 augmented), da sie sich für Betriebsfrequenzen von bis zu 500 MHz eignen.

Bei den Netzwerkkabeln dieser Kategorie sind die Übertragungsstrecken technisch jedoch auf ca. 100 m begrenzt. Hier gilt es die Nebensignale und das auftretende Rauschen technisch weitgehendst zu unterdrücken. CAT 6a Netzwerkkabel sind für 10-Gigabit-Ethernet geeignet.

Bandbreite Anwendung
max. 500 MHz 100BASE-TX & 1000BASE-T Ethernet

CAT 7 Kabel

CAT 7 Kabel zählen zum globalen Standard. Sie werden auch als “Klasse F” bezeichnet und ermöglichen Betriebsfrequenzen von 600 MHz. In der Unterkategorie CAT 7a  sind Frequenzen von bis  zu 1.000 MHz möglich.

Sämtliche CAT 7* Kabel besitzen, wie oben beschrieben, jeweils 4 separat abgeschirmte Adernpaare innerhalb eines gemeinsamen Schirms. Sie erfüllen vollständig die Anforderungen nach Norm IEEE 802.3an und sind daher für 10-Gigabit-Ethernet absolut geeignet.

Für CAT 7* Kabel sind heute weltweit 2 unterschiedliche Steckertypen genormt und verfügbar: Der Typ Nexans GG45 sowie der  Typ Siemon TERA. Den Standard bilden jedoch hier die RJ-45-Stecker die in Bezug auf alle Netzwerkkabel-Kategorien komplett abwärtskompatibel sind.

CAT 7 Kabel - Tera Stecker GG-45

Tera Stecker GG-45

Einer Vorteil des Kategorie 7 Kabels im Vergleich zu den älteren Standards wie CAT5 oder CAT6 ist allerdings die Abschirmung, die für eine geringere Störanfälligkeit und Geräuschreduktion sorgt. Obwohl das CAT 7 Kabel etwas teurer ist, ist es das langlebigste Kabel und zukunftssicherste Kabel.

Bandbreite Anwendung
max. 1000 MHz Telefon, CCTV, 1000BASE-TX über dasselbe Kabel, 10GBASE-T Ethernet.

Vor- und Nachteile des CAT 7 Kabels

Vorteile:

  • Zukunfssicher (neuste Kabelstandard)
  • Verdrahtung aller Sensoren in einem Smart Home
  • Bandbreite von bis zu 1000 MHz
  • Größerer Kupferquerschnitt (geringerer Spannungsabfall)
  • Drähte lassen sich dadurch besser klemmen
  • Doppelte Abschirmung der Kabel
  • Geringere Störanfälligkeit und Rauschen
  • CAT 7* Kabel benötigen bei der Verlegung weniger Platz (können durch die bessere Abschirmung auch in Kabelbündel gelegt werden)

 Nachteile:

  • Es werden neue Steckertypen benötigt (GG-45)
  • Gängige RJ-45 Endgeräte benötigen einen Adapter (außer GG-45 Stecker)
  • Durch die Nutzung von CAT 7 Kabel mit den herkömmlichen CAT 6  Netzwerkdosen, verringert sich die Kategorie des Gesamtsystems ebenfalls auf CAT 6

Zukunftssicherheit mit Kategorie 7 Kabeln

Der Hauptgrund für den neuesten Kabelstandard für Highspeed-Ethernetbasierte Netzwerke besteht in der Nutzung von immer mehr Multimedia Anwendungen. Das CAT 7* Kabel bietet eine Bandbreite von 1000 MHz, um mit einer einzigen strukturierten Verkabelungs-Infrastruktur alle Anwendungen abdecken zu können – von analogen Sprachsignalen mit 2,4 kHz bis zum hochauflösenden Kabelfernsehen.

Grade die Kabelfernseh-Standards verlangen Bandbreiten von 765 MHz (Japan) bis 862 MHz (Europa). Somit erfüllt das 1000MHz CAT 7 Kabel diese Anforderung und hat noch Reserve nach oben.

CAT 7 Kabel

CAT 7 Kabel

CAT 8 Kabel im kommen?

Die neueste Spezifikation (Stand Ende 2016) ist CAT 8. Die Bandbreite beträgt hier ca. 1600…2000 MHz. Allerdings ist das bewährte CAT  7 Kabel für das SmartHome bzw. für den allgemeinen Haushalt lange ausreichend. Natürlich kann man auch gleich das neuste nehmen, allerdings gibt es hier noch keine vernünftigen Endverbraucher / Stecker und zudem sind diese Kabel im allgemeinen noch sehr teuer.

Fazit

Für Bauherren, die auf ein zukunftsicheres Netzwerk im Smart Home Wert legen, empfiehlt sich hier ganz klar ein CAT 7 Kabel. Die Vorteile liegen trotz der etwas erhöhten Kosten von Rund € 0,7/m klar auf der Hand. In einem durchschnittlichen Haus werden ca. 700 Meter Netzwerkkabel verlegt wobei also die Investitionskosten im Vergleich zu den Kosten des Neubaus unbedeutend sind. Dafür hat man aber die nächsten Jahrzehnte ausgesorgt und ist auch für die neusten Multimediaanwendungen bestens gerüstet.

Ich habe in meiner Wohnung ebenfalls ein CAT 7 (duplex*) Kabel verlegt und an einer CAT 6 Netzwerkdose angeschlossen. Dadurch hab ich zwar im System „nur“ CAT 6, muss aber in Zukunft wenn es die Anwendung benötigt, einfach nur die Netzwerkdose tauschen.

Mein Tipp: Spart hier nicht am Kabel! Wer weiß schon, wie viel Datenmengen in ein paar Jahren über unser Netzwerk übertragen werden? Es macht also Sinn, das neue Zuhause zukunftsorientiert zu planen.

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  • halogenfrei , ideall für PoE , PoE+

Nutzt ihr ebenfalls CAT 7 Kabel in eurem Haus oder bleibt ihr bei dem guten alten CAT 5 oder CAT 6 Kabel?

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8 Kommentare

  • Netgear hat mittlerweile 10 Gbit Switches im Angebot, die normale Stecker voraussetzen.

    Außerdem noch ein Argument für CAT 7 ist der höhere Querschnitt in Bezug auf PoE. Umso dicker, umso leichter erfüllt man neue PoE Standards und kann damit mehr Strom übertragen. Ich bin jedenfalls sicher, dass wir noch viel mehr PoE Verbraucher haben werden.

  • Cat5e geht bis 1Gbit, was soll da noch in Zukunft „Cat7“ oder auch Cat6 benötigen?
    Ich habe Zweifewl bezüglich der „Zukunftssicherheit“.
    Wird es im Heimnetzwerk mit „Netzwerkkabel“ (Twisted Pair) überhaupt noch mehr als „1Gbit“ geben?!?

    Es gibt ja schon Glasfasertechnik fürs Heimnetzwerk…
    Mehr als 1Gbit über Cat-Kabel sah ich noch kein Produkt
    Und ich meine nicht die Empfänger bei „Fiber to the Home“-Anschlüssen, sondern das Heimnetzwerk selbst. Zwischen Computern und Router.

    Und Glasfaser bietet noch mehr Vorteile.
    Keine Störeinflüsse, viel dünner, man könnte es auch gleich in ein vorhandes Stromkabel-Rohr einziehen…
    Keine Störungen durch 230V/50hz, kein Kurzschlussrisiko wenn man reinbohrt (weshalb man laut Vde keine Datenleitung zusammen mit Stromkabeln legen soll oder „darf“)…
    Auch HDMI und Sat-Leitung sollte man durch Glasfaser ersetzen.
    Am besten alles als IP-Standard. „Sat-IP“ ist da ja schon ein Anfang.
    Und in HDMI gibt es auch „Netzwerk“-Funktionalität, also könnte man auch gleich komplett auf IP setzen. So dass man z.B. auch einen Satreceiver statt per HDMI an den TV, an einen Router anschließen kann.
    Und den TV ans Netzwerk. Wo moderne Smart-TV eh schon dran hängen.
    Das wäre schon mit RJ45 über 4×2 Kupfer nützlich, aber auch mit Glasfaser.
    Gerade wegen der Störeinflüsse, geringem Durchmesser….
    Nur ein 32er-Loch, evtl. sogar 20er-Loch vom Keller aus Bohren, die Wand aufstemmen schlitzen auch viel weniger…
    HDMI 2.0 hat bis zu 18Mbit.
    Das ist vergleichen mit Netzwerkkabel ja lächerlich. Da kann 100Mbit-Netzwerk ja das X-Fache.

    Warum sollte man da noch bei mehr als 1Gbit auf Kupfer setzen?
    Und wie erwähnt, Kupfertechnik kaufen kann ich auch nicht über 1Gbit, aber Glasfaser…

    Ich weiß jetzt nicht, was Cat7 oder Cat6 mindestens kostet, aber bei Cat5e kosten 100m nur €13,25… Portofrei…

    Evtl. lohnt es sich ja nicht mal Cat7 zu verlegen, auch wenn sicher wäre „ab 2020…“, denn die Kabel wurden und werden ja auch billiger.
    Und wenn man z.B. EN32-Flexrohr (Ich glaube 27mm innen) verlegt, wechselt man auch schnell mal das Kabel aus.
    Man braucht für Cat7 dann eh Cat7-Dosen.
    Die braucht man bis zu einer echten Cat7-Ausnutzung (also mehr als 1Gibt) ja auch nicht.
    Aber ich vermute, die kosteten bei Erscheinen bzw. heute noch ein Vielfaches.

    Und was das Erden der Isolierung angeht (ist bei Cat7 ja angeblich „Pflicht“), kann man nicht auch einfach bei Cat5e die Isolierung an die Erdung anschließen? Oder braucht Cat7 etwa eine eigene Datenleitungs-Erdung, die man extra verlegen muss? Sonst könnte man es ja bei der nächsten Steckdose mit anklemmen.
    Ansonsten kann man evtl. ja auch noch mit „Alufolie“ die UP-Dosen auskleiden, und auch die evtl. noch erden. Wäre doch eine Geschäftsidee (wenn es kein Voodoo wäre), einschübe für die Standard-65-mm-Unterputz-Plastikdosen. In 40mm Tiefe und 60mm Tiefe.
    Ansonsten einfach Alufolie „reinstopfen“ (ist ja keine Steckdosen-Dose, wo das evtl. ein theoretisches Kurzschlussrisiko etc. bedeuten könnte).
    Cat5e-Dosen haben hinten noch einen „Überbau“ aus Metall, und nur rechts und links eine Öffnung für je zwei Kabel. Zumindest die ich hier habe. Man kann also von rechts oder links zwei reinnehmen. Oder natürlich auch jeweils eins.
    Der Gedanke, wenn die kleine Öffnung was ausmacht, kann man vor den einsetzen der Anschlussdose diese kleinen verbleibenden „Spalten“ mit Aluklebeband zumachen.
    Oder einfach etwas geknüllte Alufolie „reinstopfen“.

    Interessant wäre noch, ob man für Überwachungskameras über sogenannte „Balun“ auf zwei Adern gelegt mehr als Cat5e benötigt. Desweiteren evtl. noch 12V und das Signal eines mit 12V gespeisten Mikrofon über das gleiche Kabel. Wären zusammen 6 Adern bzw. 3 Paare.
    Da könnte man an einem Ort theoretisch noch eine weitere Kamera anschließen.
    Strom können sie sich ja teilen.

  • @Tobias Claren
    Du scheinst nicht zu wissen, dass es bereits lange 10 Gbit über Kupfer gibt. Der Autor des Blogs scheint es auch nicht zu wissen, weil er von GG45 spricht, während 10 Gbit mit RJ45 läuft.

    Ich möchte mal die Angaben im Artikel ein wenig kommentieren:

    >Zukunftssicher (neuster Kabelstandard)
    >Bandbreite von bis zu 1000 MHz
    >Doppelte Abschirmung der Kabel
    >Geringere Störanfälligkeit und Rauschen
    Da CAT6 ebenfalls 10 Gbit bis ca. 50m beherrscht, erscheint mir CAT7 keinesfalls „zukunftssicherer“ zu sein als CAT6. Die höhere Abschirmung bringt dazu überhaupt nichts. In einem Haus sind die längsten Strecken vermutlich 20m. Da gibt es so gut wie keine Möglichkeit besonders hohe Störeinflüsse zu produzieren.

    >Verdrahtung aller Sensoren in einem Smart Home
    Jeder CAT-Standard genügt dafür.

    >Größerer Kupferquerschnitt (geringerer Spannungsabfall)
    Das ist ein böser Irrglaube. Der CAT-Standard hat nichts mit dem Querschnitt zu tun. Der Querschnitt ergibt sich aus der AWG-Angabe. Umso kleiner die Zahl, umso dicker der Querschnitt. Musste ich selbst in meinem Neubau schmerzlich erfahren, wo ich doch eigentlich dachte mit meiner Bestellung von CAT7 auf der sicheren Seite zu sein und die Handwerker mir AWG26 aufs Auge gedrückt haben:
    https://www.maxrev.de/cat7-im-haus-besteht-nur-aus-patch-kabel-t361000.htm
    „Acolan SF-S 1000 Eco 4P 26AWG … CAT 7 Short Length“

    >Drähte lassen sich dadurch besser klemmen
    >CAT 7* Kabel benötigen bei der Verlegung weniger Platz
    Normalerweise hat CAT5e AWG24 und CAT7 AWG23. Beim Anklemmen an die Dose gibt es keinen Unterschied. Im Gegenteil. AWG23 bekommt man nicht mehr in einen normalen Netzwerkstecker und daher ist AWG23 komplizierter und nicht einfacher. Es bedarf z.B. so teure Stecker wie den von Telegärtner. Außerdem ist CAT7 Kabel unflexibler als CAT5e und daher schwerer zu verlegen und „Bündel“ gibt es im Haus vielleicht die letzten 2m Richtung Netzwerkschrank und das reicht nicht für großartige Störungen.

    > Es werden neue Steckertypen benötigt (GG-45)
    > Endgeräte benötigen einen Adapter
    > CAT 7 Kabel mit herkömmlichen CAT 6 dosen, verringert auf CAT 6
    Das ist streng nach CAT7 Standard richtig, weil sonst die 1000 Mhz nicht durchgehend gewährleistet wären, aber im realen Leben völliger Unsinn. GG45 ist tot und bleibt tot. Siehe bereits bestehende 10 Gbit Netzwerk-Karten oder Switches wie den Netgear XS708E. Und ja bis 100m. Überhaupt kein Problem.

    Was hier außerdem nicht genannt wurde und was für Glasfaser gleichermaßen gilt ist der Stromverbrauch. 10 Gbit verbraucht deutlich mehr Strom. Glasfaser sowieso. Daher wird sich das im privaten Haushalt länger nicht verbreiten.

    Nach der Argumentation reicht demnach CAT6. Allerdings würde ich auch zu CAT7 raten, aber aus anderen Gründen. Erstmal sollte man grundsätzlich viele Netzwerkkabel verlegen, da man die auch verfremdet nutzen kann. Also z.B. als einfache Lautsprecherkabel, für die Haussteuerung, Übertragung von Videosignalen (HDMI Extender etc.) oder als reines SAT-Kabel (kein IP-SAT):
    https://www.maxrev.de/cat7-zusammen-loeten-und-als-koaxialkabel-nutzen-t356295.htm#4371768
    „Nun der Test. Ca. 20m CAT7 vs. 5m SAT Kabel. Leichte Signaldämpfung, aber die Qualität ist 100% also läuft problemlos.“

    Ich glaube außerdem, dass man mit AWG23 aufwärts und 1000 Mhz aufwärts irgendwann den Stromverbrauch durch Senkung der Sendeleistung reduzieren könnte. Auch braucht man mindestens AWG23 für PoE+++ oder wie der neue Standard dann auch heißen wird. Und genau hier sehe ich die Zukunft. Nicht in Bandbreiten, sondern in der Stromversorgung der Endgeräte. D.h. in Zukunft schließt man den Fernseher nur noch per LAN an und braucht kein Stromkabel mehr. SAT over IP, Strom usw. sind dann alles vorhanden. Außerdem sinkt dadurch der Stromverbrauch insgesamt, weil die Endgeräte keine beständige WLAN-Verbindung aufrecht halten müssen. Wer jetzt noch an Photovoltaik denkt, wird noch mehr davon überzeugt sein. Denn PoE nutzt Gleichspannung. Ein verlustbehafteter Wandler auf Wechselspannung fällt demnach weg. Ich stelle mir daher vor, dass ich in Zukunft eine überdimensionierte USV im Keller stehen habe, die per PV geladen wird und die alle PoE Endgeräte im Haushalt versorgt.

    • Ich finde diese Diskussion etwas lächerlich. Ein Cat5e Kabel kostet fast gleichviel wie ein Cat7 Kabel. Wenn man diese Kabel selber durchzieht, kann man dieses Argument am Rande noch erwähnen. Der Arbeitsaufwand ist wesentlich höher als der Materialwert der Installation. Entsprechend gibt es keinen Grund, nicht auf Cat7 zu gehen.

      Obige Information ist veraltet.
      Wenn man wirklich on top sein möchte, dann kann man gleich Cat8.2 verlegen (8.2 ist noch kein gültiger allgemeiner Standard). Dann sprechen wir nicht von 100 Mhz oder 500 Mhz; der Benchmark ist bei 2Ghz. http://www.bks.ch/index.php?page_id=15&prokatid=175. Die dazu passenden MMCpro 4P Buchsen gibt es schon seit beinahe 10 Jahren auf dem Markt. – Nur weil der Durchschnittselektriker diese Technik nicht kennt, muss dies ja nicht auch existieren.

      GG45
      Viele Cat6a Buchsen benötigen zwingend AWD26. Dummerweise haben gerade die superflexiblen Kabel, welche man unter die Fussleisten montieren kann aber AWD27 mit Litzen. Das geniale an den GG45 Buchsen ist, dass diese AWD27 Kabel auch verwenden können. Es ist mir klar, dass man höchstens vorsichtig sein sollte mit dem Biegeradius. – Ich habe zu Hause viele Kabel unter die Fussleisten verlegt. Ich habe keinerlei Probleme mit 1Gb/s. Kann sein, dass ich dann vielleicht einmal ein Problem bekomme. Ich habe aber trotzdem lieber ein falsch verlegtes Kabel als nur WiFi Betrieb.

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